Inizio Stagione

Die Saison 2026 für Dreirad-Cabrios startet früh – nämlich heute. Ein paar nasskalte, graue Regentage haben das perfekte Setting für die Indoor-Aktivitäten gegeben.

In meinem Fall war dies die Fertigstellung meines Homeoffices. Aber sie haben auch konsequent die Salzreste von den Straßen gewaschen, was mir heute die Gelegenheit gab, die Ape-Saison im neuen Jahr zu beginnen! Und das nach einer „Winter“-Pause von nur rund drei Wochen!

Und so starte ich den Motor heute für eine kurze Winter-Bewegungsfahrt zum nächsten Baumarkt, um eine Rolle Deko-Klebefolie zu holen. Bei 11 Grad am Nachmittag brauchte es dazu weder Verdeck noch Handschuhe oder Mütze. Auf halbem Weg kam mir auch gleich ein Mercedes SL 500 mit geöffnetem Verdeck entgegen. Wie unterschiedlich Cabrios doch sein können …

Die Bewegungsfahrt nach nur kurzer Pause hat mir bisher die Mühe erspart, die Batterie der Ape laden zu müssen.

Der Berg der Entscheidung: 3. Gang oder 2. Gang – das ist hier die Frage.

Was für ein Tag: Dank der klaren Luft hat die Calessino die Steigung dieses Mal komplett im dritten Gang hinauf geschafft. An schlechten Tagen braucht es auf den letzten Metern den zweiten Gang. Von hier oben kann man an klaren Tagen bis weit hinein ins Münsterland schauen.

Nach Überwindung des nächsten Bergrückens kamen wir gerade noch rechtzeitig vorbei, bevor der Feldweg der Wahl hinab ins Tal tierisch gesperrt werden würde: Eine lange Schafherde wälzte sich blökend einen Seitenweg heran. Fünf Minuten später und wir wären im ländlichen Stau stecken geblieben. Es wäre nicht das erste Mal gewesen.

Zurück zu Hause kamen die Kinder aufgeregt auf die Straße: Opa ist noch nicht zurück. Also Beide hinten aufgesessen – der Vorteil einer Calessino – und Opas Laufstrecke abgefahren.

Kurz nach Sonnenuntergang bin ich mit dem Kleinen dann noch einmal den Berg hinauf um zu schauen, ob wir die Schafherde finden. Eine Weile haben wir den Schafen und ihren Lämmern noch beim Blöken zugehört und sind dann wieder den Berg hinab gerollt, wobei ich gelernt habe, dass Schafe eine knatternde Ape in der Tat nicht als Bedrohung wahrzunehmen.

Alles in allem eine gelungene erste Fahrt im neuen Jahr.

Stau auf dem Land

Ich mag meinen Postboten, aber aus irgendeinem Grund hat er mir mein Paket heute nicht gebracht. Stattdessen bekomme ich die Benachrichtigung, dass es in der Packstation liegt.

Kein Problem, ich habe einen Zeitschlitz von genau 15 Minuten zwischen zwei Online-Besprechungen und nur einen guten Kilometer bis zur Packstation. Das sollte kein Problem darstellen. Eigentlich.

Kaum aus der Garage, treffen mich die ersten Regentropfen von oben, wo kein Verdeck ist. Ich ignoriere das Problem, denn es würde zu lange dauern, das Verdeck zu schließen.

Mit dem Paket auf der Rücksitzbank geht es zurück. Ich liege gut in der Zeit, die Straße vor mir ist blockiert. Es ist kein Durchkommen mehr. Mein Gegenverkehr hält sich an keine Regeln, hält direkt auf mich zu, zwingt mich zum Anhalten. Einige ziehen links vorbei, einige rechts. Einige bleiben genau vor meinem Vorderrad stehen und schauen mich blöd an. Einige streifen sogar meine Ape. Es gibt zwar Aufpasser, aber es sind zu wenige für zu viele Verkehrsregelverweigerer.

Seit heute weiß ich nun, dass eine Ape Calessino in den Federn wackelt, wenn ein ausgewachsenes Mutterschaf sich an ihr schubbert. Und auch, warum der Kotflügel über dem Vorderrad so heißt, wie er nun mal heißt.

Zur nächsten Besprechung bin ich 5 Minuten zu spät gekommen …